Unternehmensgründer Otto Ineichen (†6.6.2012)

Laufbahn

Otto Ineichen wurde am 8. Juni 1941 in Sursee geboren. Nach der Grundschule besuchte er das Wirtschaftsgymnasium in Fribourg und anschliessend die HSG in St. Gallen, wo er 1965 mit dem Lizentiat in Betriebswirtschaft abschloss. Zusammen mit seinem Bruder Ruedi gründete er 1967 die Viaca AG in Geuensee, einen Betrieb der Fleischwarenbranche. 1977 stand die Firma vor dem Aus und musste zum Nulltarif veräussert werden. Otto Ineichen verlor sein gesamtes Vermögen. Wo andere aufgegeben hätten, sammelte er Kraft in einem Kloster, um mit Hilfe seiner Frau einen Neuanfang zu wagen.

Otto Ineichen als Unternehmer

Als ein Unwetter im Sommer 1978 die Waren eines Tessiner Einkaufszentrums stark beschädige, erkannte Otto Ineichen seine Chance und kaufte sämtliche Warenbestände auf. Der Grundstein für "Otto's Schadenposten" war gelegt. Innert kürzester Zeit konnte expandiert werden.

Aus dem anfänglichen "Schadenposten" entstand ein Unternehmen mit Postenartikeln aller Art. 1985 wurde aus Otto's Schadenposten "Otto's Warenposten". Unter dem Namen "Otto le Soldeur" fasste die Ladenkette 1989 auch in der französischen Schweiz Fuss. Seit 1999 tritt das Unternehmen neu unter dem Namen "OTTO'S" auf.

Im Jahr 2001 übergab Otto Ineichen die operative Leitung des Unternehmens seinem Sohn Mark, im Jahr 2008 die strategische Leitung.

Otto Ineichen als Politiker

2003 wurde der Quereinsteiger Otto Ineichen mit einem Spitzenresultat von den Luzerner Stimmberechtigten in den Nationalrat gewählt. 2007 und 2011 konnte er gar als Bestgewählter seinen Sitz verteidigen.

Otto Ineichen engagierte sich seither erfolgreich in verschiedenen überparteilichen Projekten zur Eingliederung benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt. Mit seiner Stiftung Speranza gelang es ihm zum Beispiel, innert sechs Jahren über 10'000 Ausbildungsplätze für schulisch schwache Jugendliche zu schaffen.

Am 6. Juni 2012 verstarb Otto Ineichen an seinem Heimatort in Sursee. Er hinterlässt eine grosse Lücke.