8 Hausmittelchen, mit denen du lästige Klebereste problemlos loswirst

8 Hausmittelchen, mit denen du lästige Klebereste problemlos loswirst

Was gibt’s schlimmeres, als Gegenstände mit Kleberückständen? Mal ehrlich, was für eine blöde, unüberlegte Erfindung! Das einzig Gute, du kannst dir das Staubwischen rund um die klebende Fläche sparen, weil alles was in die Nähe kommt, daran hängen bleibt. Ist sie stark genug, brauchst du im Sommer auch keine Fliegenklatsche – haha! Nein, ernsthaft jetzt. Grusig sowas!

Solange man diese klebende, eklige Fläche nicht sieht oder nicht ständig anfasst, weil sie am neuen Haargelböxli oder am schönen Kerzenglas mitten auf dem Esstisch ist, geht’s ja noch. Einigermassen… Aber ich glaube, wir sind uns einig. Klebrige Rückstände sind eklig und müssen weg – ohne Kompromisse. Deshalb hab ich mich nach Tipps und einfachen Hausmittelchen umgehört, mit vollem Körpereinsatz getestet und präsentiere dir nun hier und jetzt – gute und weniger gute Hausmittelchen, die deine Klebereste gänzlich entfernen!

 

1. Klebereste mit warmem Wasser und Spülmittel lösen
Da behaupten sie, dass es ganz einfach sei. „Lege den Gegenstand mit dem Kleberückstand einfach in lauwarmes/heisses Wasser, gebe ein bisschen Spülmittel dazu und schon löst sich der Kleber fast wie von Zauberhand.“ Fantastisch, dacht ich mir. Muss ich gleich ausprobieren. Das Problem ist nur, dass kein Mensch es für nötig hält, dir zu sagen, dass du stark klebende Rückstände mindestens ein Jahrzehnt einlegen musst, bevor der Kleber verschwindet.
Fazit: Die Variante ist ganz okay, wenn du kleine Reste an dem Gegenstand hast, diesen ohne Probleme ins Wasserbad legen kannst und die Rückstände nicht allzu stark sind. Im Härtetest fällt sie aber durch. Ausser du hast ein Lavabo, das du für die nächsten Jahre nicht brauchst und die Zeit, das Wasser ständig wieder zu erneuern ;-)

 

2. Nagellackentferner – der Hammer! (sagten sie)
„Nimm Nagellackentferner“, sagten sie. „Geht problemlos“, sagten sie. Gut, dacht ich mir. Dieses Gift hab ich eh zu Hause, bin ja ne Frau. Lackier mir die Nägel. Vergessen haben sie, dass Nagellackentferner ohne Aceton für die Katz ist. Musste ich selbst rausfinden.
Da ich aber „girlylike“ Gel-Nägel-Trägerin bin und die ja auch halten sollen, verwende ich das Gift ohne Aceton. Blöd für mich. Wiederum aber auch gut. Schnell hab ich „Gmerkiges-Ding“ nämlich gemerkt, dass man mit Nagellackentferner ganz schön aufpassen muss.
Auf Kunststoff oder anderen glänzenden Oberflächen hinterlässt er matte Spuren. Unschön! Da waren fast die Kleberückstände noch besser. Aber eben nur fast. Und bei Holz oder Naturstein solltest du ebenfalls auf das scharfe Mittelchen verzichten und lieber zu schonenderen Methoden greifen.

 

3. Mach dem Kleber die Hölle heiss – mit einem Fön
Tatsächlich funktioniert dieser Trick sehr gut. Und er ist schonend für den Untergrund. Viele Hersteller von Etiketten verwenden Schmelzkleber. Versuch es also beim nächsten Mal damit. Halte den Fön solange drauf, bis sich der Kleber ganz einfach abziehen lässt. So riskierst du auch nicht, dass beispielweise die Farbe vom Möbel mitkommt.
Jedoch benötigst du auch für diese Variante ein bisschen mehr Zeit und Geduld. Je nach Kleber und wie lange der schon auf dem Untergrund klebt, kann sich diese Prozedur schon etwas in die Länge ziehen. Um die letzten Reste vom Klebstoff zu entfernen, rate ich dir einen flachen Schaber oder eine Rasierklinge zu benutzen.
Ich habs übrigens probiert. Der „Stopp-Werbung“-Kleber am Briefkasten ist restlos und ohne Kratzer entfernt ;)!
Und so als kleiner Tipp: greif die zu behandelnde Oberfläche nicht mit blossen Händen – sonst sind deine Finger schneller verbrannt als der Kleber weg ist.

 

4. Einfach „weggümmele“
Radiergummis können irgendwie fast alles, nicht? Streifen an den Wänden, Flecken auf der weissen Schuhsohle oder eben Stickerreste kannst du damit einfach wegradieren. Jedoch solltest du vorher testen, ob durch das Radieren keine Schlieren entstehen. Tun sie das, versuchst du es besser mit einer anderen Methode.
Was ich dir zum „Gümmele“ sonst noch so mit auf den Weg geben kann, ist, dass du am nächsten Tag vielleicht ein bisschen Muskelkater haben könntest. Je nachdem wie gross und hartnäckig die Stelle ist. Die Mukis brauchst du dafür auf jeden Fall. (But well, immerhin sparst du dir den Gang ins Gym ;)!)

 

5. Mayonnaise – auch dazu wurde mir geraten…
Du denkst dir jetzt bestimmt: „WTF?“. Dachte ich mir auch. Mayonnaise gehört nämlich aufs Ei oder Brot, aber sicher nicht an meine neue Vase. Igitt!
Einschmieren sollst du die Stelle. Richtig dick. Mit einer fetthaltigen Mayonnaise (die Léger-Mayo aus meinem Kühlschrank war nicht das, was ich gebrauchen konnte).
Da ihr von Punkt 1 wisst, dass ich eher ungeduldig bin und es schnell gehen muss, passt mir diese Variante auch so gar nicht. Und grusig find ich sie auch. Ein Versuch ist es aber allemal wert, da es tatsächlich funktioniert. Irgendwie. Ohne Léger-Mayo.
Übrigens, dasselbe funktioniert auch mit Speiseöl oder Butter. Nicht weniger grusig aber ja.

 

6. Purer Alkohol - und nein, trinken solltest du den nicht!
Immer dieser Alkohol. Aber hey, in gewissen Lagen kann der auch ehrlich nützlich sein. Anfang des Jahres kommt immer der Härtetest in Sachen Kleber entfernen – die Vigniette. Wie ich es hasse. Bereits vorher erwähnt, bin ich stolze Trägerin von langen Fingernägeln. Und die Vigniette dafür wahres Gift. Draussen ist es kalt und das Ding klebt an der Scheibe, als wäre es ein eifersüchtiges Miststück. Hihi.
Ich, Schlaumeier, dachte mir dieses Jahr so „Nö, nicht mit mir. Nicht nochmal.“. Bin also los zur Apotheke und hab mir ein Fläschchen reinen Alkohol besorgt. Vigniette abziehen, Alkohol auf den Wattepad und der Sch****-Kleber verschwindet in Nullkommanichts.
Ich war sogar ein bisschen stolz auf mich für die blendende Idee. (Nein, hab keinen Tipp bekommen. Und nein, gegoogelt hab ich auch nicht. Dachte mir nur, dass es nicht sein kann, dass ich mir die Fingernägel wegen einer Vigniette ruiniere, die gerade Mal die Hälfte einer neuen Maniküre kostet. Und, weil ich ein helles Köpfchen bin ;)).

Zum trinkbaren Alkohol geht’s übrigens hier.

 

7. Bakin' soda, I got bakin' soda – Gerngscheh för de Ohrwurm ;-)
Spass bei Seite. Ist dir eigentlich bewusst, was Backpulver oder Natron alles können? Das sind so richtige „Siebesieche“. So richtig, richtig, meine ich. Du kannst sie als Bleacher verwenden, als Abflussreiniger, als Zahnpasta, als Scheuermittel, als natürliches Shampoo et cetera und trallallaaa. Bei dieser Vorstellung bin ich also schon mal sehr begeistert. Denn ich find’s grossartig, was das Pülverchen alles kann. Und ausprobiert hab ich auch schon einiges.
So auch dieses Mal.
Mische das Backpulver mit etwas Wasser so zusammen, dass es der Konsistenz einer Zahnpasta entspricht. Reibe die Masse auf die übrigen Klebereste und lasse sie so 3 – 5 Minuten einwirken. Danach kannst du Rückstände mit einem Lappen einfach wegwischen. Mach dies aber nicht auf Alu oder Holz. Es könnte die Oberfläche angreifen.

 

8. Heiss machen funktioniert nicht? Dann frier es ein!
Hast du dir Bastelkleber auf die Lieblingsjeans getropft? Doof. Ja, seeeehr doof! Aber auch dieses Malheur lässt sich lösen. Hier solltest du aber nicht zu aggressiven Mitteln oder der Fleckenschere greifen, sondern in deinem Gefrierschrank Platz machen.
Frier das Kleidungsstück in einem Beutel verpackt ein und lass es über Nacht gefrieren. Am nächsten Tag kannst du mit einem stumpfen Messer oder den Fingernägeln einfach die Reste abknibbeln. Und die Lieblingsjeans ist wieder wie neu.

Bildquelle: aSuruwataRi/Shutterstock.com

 

So, nun wünsche ich euch viel Erfolg beim Testen, Knibbeln, Kratzen, Einweichen und vorallem LOSWERDEN der mühsamen Kleberückstände aller Etiketten und Sticker. Falls ich tatsächlich einen Trick vergessen habe, freue ich mich, wenn du mir deinen in der Kommentarspalte verrätst.

P.S.: einen Extra-Tipp hab ich doch noch für euch! Probier’s mit dem Kleber selbst. Das nervige Chläberli am neuen Lippenstift abreissen und einfach immer wieder kurz auf die klebrige Stelle drücken und wieder wegzupfen, bis die Stelle kleberfrei ist. Funktioniert natürlich auch mit vielen anderen Produkten, die Etiketten dran haben... ausser es sind lästige Papieretiketten…