Trendsportart Stand Up Paddling

Trendsportart Stand Up Paddling

Stand Up Paddling (SUP) ist spätestens seit letztem Sommer in aller Munde. Auf fast allen Gewässern unserer schönen Schweiz sind die Stand Up Paddler von Frühling bis Herbst mit ihren Brettern zahlreich zu sehen.

Doch was ist das eigentlich für ein neuartiger Trend?
Das ist ganz einfach zu erklären: Beim Stand Up Paddeln steht der Surfer aufrecht auf einem Board und paddelt mit einem Stechpaddel vorwärts.


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Ausrüstung
Ein SUP-Set besteht meistens aus einem Board mit Finne, einem Paddel, einer Handpumpe, einem Flickset und einer Tragtasche. Es gibt Hardboards und aufblasbare Boards. Für Anfänger und Hobbysportler sind aufblasbare Boards bestimmt eine optimale Anschaffung, da der Transport und die Lagerung einfacher und komfortabler sind als bei Hardboards. Aufblasbare Boards sind aber keinesfalls instabiler oder hängen durch, wenn man darauf steht: Werden SUP-Boards gemäss Herstellerangaben mit genügend Luft gefüllt, können sie bis zu 130 kg tragen. Das Paddel ist das wichtigste Hilfsmittel, nur mit ihm lässt sich das SUP bewegen und steuern. Und mit der mitgelieferten Tasche kannst du dein Equipment ganz easy von A nach B befördern, auch mit dem Velo oder Skateboard ;).

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Ab aufs Wasser!
Als erstes nimmst du das zusammengefaltete Board aus der Tragtasche und pumpst es mit der dazugehörigen Luftpumpe auf (für die Bequemeren unter uns gibt es auch elektische Pumpen). Danach klemmst du dir das Brett unter die Arme und suchst dir einen geeigneten Ort am Ufer, am besten eine Stelle, wo das Wasser nur etwa knietief ist – das vereinfacht das Aufsteigen. Anschliessend platzierst du das Board, mit der Spitze in Fahrtrichtung und der Finne nach hinten gerichtet, sanft ins Wasser. Dann positionierst du deinen Paddel sicher auf dem Brett und kniest dich vorsichtig aufs Board. Um aufzustehen legst du das Paddel quer vor dich hin, stützt dich am querliegenden Paddel ab und richtest dich samt Paddle langsam auf. Steh breitbeinig und finde die stabilste Stelle auf dem Brett, halte das Paddel mit beiden Händen fest, eine Hand oben und eine in der Mitte des Stils. Tauche nun mit dem Blatt vorne am Spitz des Boards ins Wasser ein und ziehe das Paddel mit Schwung bis ans Ende des Bretts. Immer im Wechsel nach 3-4 Zügen die Seite ändern. Das Vorankommen kann durch den Schub von Wellen vereinfacht werden. Und schon kannst du losbrettern! Gewässer mit wenig Strömung sind für den Anfang empfehlenswert, da Wind und Wellen die Balance etwas beeinträchtigen können. Die Paddle-Boards sind durch ihre Grösse und Breite sehr kippstabil, etwas Übung gehört trotzdem dazu. Die Fahrt anhalten kannst du übrigens, indem du 1-2 Stoppschläge entgegen der Fahrtrichtung machst. Verschiedene Manöver und Paddeltechniken kannst du nach und nach dazulernen, ganz nach der Devise learning by doing – der Sommer ist lang! :)


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Tipps
- Nimm zum Anfang ein eher grosses Board mit hoher Tragekraft, diese sind stabiler.
- Wenn du lange Strecken zurücklegen willst, benutze einen SUP Seat, mit diesem kannst du sitzend rudern.
- Bei mehr als 300 m Uferabstand immer mit Schwimmweste unterwegs sein.
- Halte deine Umgebung stets im Blick, denn Motor- und Segelboote sind sehr schnell, zudem können Segelboote nur schlecht
  manövrieren und haben auf dem See immer Vortritt.
- Verstaue dein Hab und Gut, welches du mit aufs Board nehmen willst, in einer wasserdichten Taschen und befestige sie mit
  den elastischen Bändern vorne auf dem Brett.
- Sonnencreme nicht vergessen! Aufgrund der Reflexionen ist die Sonneneinstrahlung auf dem Wasser besonders hoch.


Viel Spass beim Supen!


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